„Handmade Patches aus Berlin” steht bei uns auf jeder Verpackung. Aber was steckt eigentlich dahinter? Hier ist die Antwort – so wie es bei uns im Piratenbande Atelier in Berlin läuft.
1. Die Idee
Alles beginnt mit einer Idee. Ein Tier, das gerade überall auftaucht. Ein Motiv, das auf Kinderhosen einfach fehlt. Manchmal ist es ein Wunsch von euch und manchmal auch ein Bild, das im Kopf nicht mehr loslässt.
Die Idee wird zuerst zu Papier gebracht: eine Skizze, die das Motiv in seinen Grundformen festlegt. Dann überlegen wir: Wie groß soll der Flicken werden? Welche Farben? Welcher Untergrundstoff passt am besten? Welche Details sind wichtig, welche nicht? Was auf Papier gut aussieht, muss auch als Stickerei funktionieren – und das ist manchmal schwieriger als gedacht.

2. Die Stickdatei
Aus der Skizze wird eine Stickdatei. Die Zeichnung wird eingescannt und zum Stickprogramm übertragen. Hier wird das Motiv digital umgesetzt: Stich für Stich, Farbe für Farbe. Dabei wird festgelegt, in welcher Reihenfolge die Maschine stickt, welche Sticharten wo eingesetzt werden und wie die Übergänge zwischen den Farbflächen aussehen sollen.
Das klingt technisch – und das ist es auch. Eine gut erstellte Stickdatei entscheidet darüber, ob ein Motiv am Ende sauber wirkt oder nicht. Die Erstellung einer Stickdatei nimmt deutlich mehr Zeit in Anspruch als das eigentliche Sticken.

3. Das Sticken
Wenn die Datei stimmt (und der Probestick auch überzeugt hat), übernimmt die Stickmaschine – aber nicht alleine. Der Stoff wird eingespannt, die Farben eingelegt, und dann läuft die Maschine. Dabei wird genau beobachtet, ob Spannung und Ausrichtung stimmen, ob Fadenrisse passieren und ob das Motiv so aussieht, wie es soll.
Das braucht Zeit – und genau das ist der Unterschied zu industriell produzierten Massenware. Wir sticken nicht tausende Flicken – bei uns entsteht jedes Stück in kleiner Auflage, hier in unserem Berliner Piratenbande Atelier.

4. Die Bügelfolie
Nun kommt fast das Wichtigste: Das fertige Stickstück wird mit der Bügelfolie beschichtet. Erst diese Folie macht aus dem gestickten Aufnäher einen echten Bügelflicken – sie ist der Klebstoff, der sich beim Aufbügeln durch Hitze aktiviert und Hose und Flicken dauerhaft verbinden wird. Wir verwenden eine hochwertige BSN-Bügelfolie (Bügeln-statt-Nähen-Folie).
5. Das Ausschneiden
Der letzte Schritt ist so simpel wie entscheidend: Jetzt wird jeder Flicken von Hand ausgeschnitten. Einzelne überstehende Fäden müssen ebenso abgeschnitten werden und jeder fertige Flicken wird überprüft, ob er auch wirklich perfekt ist ;-).

Das Ergebnis: ein fertiger Piratenbande-Patch
Und wenn du dann einen Bügelflicken bei uns kaufst, verpacken wir diesen natürlich (plastikfrei!) auch selbst und bringen deine Bestellung zur Post. Und du wirst sehen: Was am Ende bei dir ankommt und in der Verpackung liegt, hat diesen Weg zurückgelegt: von der Idee über die Skizze, die Stickdatei, die Maschine, die Folie und die Schere – bis in deine Hände.

Das ist der Grund, warum wir „Handmade Patches” nicht als Marketingbegriff verwenden, sondern als Beschreibung dessen, was tatsächlich passiert. Jeder Aufnäher und jeder Knieflicken aus unserem Atelier hat diesen Weg hinter sich – in Berlin, seit 2009.
Alle Flicken und Aufnäher – über 500 Motive, handmade in Berlin – findest du im Piratenbande-Shop.
Fair in Berlin produziert, einfach aufbügeln und fertig.